Als ich um 5:00 Uhr wach werde steht Andreas bereits unter der Dusche. Die Nacht war mal wieder anstrengend. Von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr gibt es keinen Strom und deshalb funktioniert die Klimaanlage dann nicht. Für mich heißt es dann, schlafen im eigenem Saft. Zwischendurch werde ich immer wieder wach, weil mir einfach zu heiß ist. Heute Nacht hören wir sehr viel 🦁 Löwengebrüll. Ein Ranger sagte uns, dass es hier in Nossob am Wasserloch auch schon mal Löwen gibt. Wir packen schonmal unsere Sachen und genießen den Sonnenaufgang mit einem Kaffee auf unsere Terrasse.
Einfach herrlich. Hier sitzen wir eine Weile und genießen die Ruhe. Am Wasserloch gähnende Leere, keinen einziges Tier zu sehen. Kurz vor 7:00 Uhr sehe ich einen Löwen in Richtung Wasserloch gehen.
Schnell ein paar Fotos und raus aus unserem Chalet zu einer Aussichtsplattform, wo das Wasserloch besser einzusehen ist. Wir sind so überwältigt von dem Glück das wir haben. 10 Minuten später ist der Löwe 🦁 verschwunden.
Zufrieden packen wir noch den letzten Kram in unser Auto, melden uns ab, tanken noch voll und schon geht es los in Richtung Mata Mata, dem Ausgang nach Namibia.🇳🇦 Unterwegs hielten wir immer mal wieder an, um die Greifvögel, die auf den Baumspitzen saßen zu fotografieren. Auch eine riesige Gnu Herde trafen wir an. Am Wasserloch von Marie se Gat standen einige Autos.
Wir hatten keine Ahnung, warum sie dort standen. Also erst einmal mit der Kamera die Gegend absuchen schon bald wurde ich fündig und sah in weiter Ferne, unter einem Baum drei Geparden liegen. Wir können unser Glück kaum fassen und machen ein paar Fotos.
Dann wollen wir eigentlich weiter, aber die Geparden stehen auf und laufen in Richtung Wasserloch. Kurz das Auto noch ein bisschen ausrichten und wir sitzen in Top Lage zum Wasserloch.
Das Schauspiel schauen wir uns an. Anschließend kommen die drei noch zu den Autos gelaufen, überqueren die Straße und verschwinden auf der anderen Seite in der Landschaft.
Wir sind total geflasht von den Eindrücken und sind unendlich dankbar das erleben zu dürfen. Weiter gehts und wir sehen die üblichen Verdächtigen. Gnus, Springbocks, Südafrikanische Kuhantilopen. Am Rastplatz Dikbaardskolk halten wir an, um uns ein bisschen die Beine zu vertreten. Dann geht es weiter. Wir wollen rechts abbiegen und dann passiert es, wir bleiben im tiefen Sand stecken. Nichts geht mehr, kein vor kein zurück. Zum Glück sind am Rastplatz noch einige Menschen und so helfen uns zwei Franzosen und ein Deutscher beim anschieben. Puh, nochmal Glück gehabt, es kann weitergehen. Immer wieder kommen wir durch Gebiete, in denen man überhaupt keine Tiere sieht. Dafür ist die Landschaft unglaublich abwechslungsreich.
Unterwegs treffen wir noch ein paar Parkbesucher, die uns mitteilen, an welcher Stelle von ihnen ein schlafender Leopard gesehen wurde. Leider liegt die Stelle in der Gegenrichtung unserer Route nach Mata Mata. Ausgerechnet heute müssen wir dort bis spätestens um 16:30 Uhr eintreffen um die Grenzüberschreitung nach Namibia zu regeln. Uns wird die Zeit zu knapp und so entscheiden wir uns schweren Herzens gegen den Umweg. No Leopard Today.
Wir fahren weiter und treffen unterwegs größere Herden von Springböcken. Immer wenn ich das Fenster öffne, bläst mir die Hitze wie ein Fön entgegen. Wir haben wieder die 40 Grad Marke erreicht. Auf dem Weg sehen wir auch zwei Oryx-Sklette und ein Giraffen/Sklett. Auch das gehört zu Afrika. Gegen 14:00 Uhr kommen wir in Mata Mata an und erledigen erst einmal die Ausreiseformalitäten bei den Behörden von Südafrika. Ein Häuschen weiter geht es dann zur Einreise nach Namibia, alles ziemlich kompliziert. Hier erfahren wir auch, dass wir, wenn wir noch einmal in den Park wollen das ganze täglich wiederholen müssen und hierfür auch eine Gebühr von umgerechnet 18 Euro zu entrichten haben. Zum Glück haben wir bei einem Spezialisten für Südafrika/ Namibia Reisen gebucht. Er hat uns aber nicht auf die Problematik aufmerksam gemacht. Was soll es. Wir haben keine Lust uns darüber aufzuregen. Ändert ja auch nichts. Dann kommen wir endlich in der Torgos Lodge an und werden hier herzlich begrüßt. Erst mal ein kaltes Getränk, das ist bei 40 Grad unbedingt erforderlich.
Dann ein kurzen Besuch im Netz, wo wir erfahren, dass der VFL Bochum doch tatsächlich Bayern München geschlagen hat. Die Stimmung steigt. Dann werden wir zu unserer Lodge gebracht. Total schön, aber in der glühenden Hitze auch extrem warm. Erst mal die Klimaanlage eingeschaltet und auf Besserung warten.



































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